Mittagskirche

Die Mittagskirche nimmt die Distanz vieler zur Kirche ernst. Sie geht auf veränderte Lebensgewohnheiten und Lebensstile ein und öffnet sich neuen Inhalten und Formen. Sie findet jeweils am 1. und 3. Sonntag im Monat um 12 Uhr statt.

Am 1. Sonntag im Monat wird ein Dialog zwischen Literatur und Musik als ‚Feier im SprachKlangRaum‘ geführt. In Gehalt und Gestalt verbinden sich Musik und Literatur in vielfacher Weise.
Am 3. Sonntag im Monat steht ein thematischer Schwerpunkt im Zentrum. Dieser wird mit einer Kanzelrede, dialogischen Elementen und Musik entfaltet.
Thematische Fäden können bei gemeinsamem Essen und Trinken sowie in Nachgesprächen fortgesponnen werden.

Mit dem Titel ‚Schöne neue vernetzte Welt?ʼ verknüpfen sich die Mittagskirchen im ersten Halbjahr des Jahres 2020.

Das Netz verändert die Welt, ob zum Guten oder zum Schlechten, ist jedoch nicht so eindeutig zu beantworten, wie es Verfechter der jeweiligen Ansichten gerne hätten.

Ein ernsthafter Diskurs um die Bedeutung des Internets, die Digitalisierung unseres Alltags, um Formen des Seins und des Miteinanders bei rasanten Entwicklungen technischer Möglichkeiten ist dringend notwendig und kann in Mittagskirchen durch Kanzelreden, Literatur und Musik Anstöße besonderer Art erhalten.

Unterbrechung und Fortsetzung der Mittagskirchenreihe ‚Schöne neue vernetzte Welt?‘

Dass die Welt durch eine Pandemie auf neue und erschreckende Weise vernetzt worden ist, gibt dem Mittagskirchenthema in diesem Jahr eine schockierende Erweiterung. Sicher wird es einige Momente mit unmittelbarem Bezug darauf geben, wenn die Mittagskirchen hoffentlich im September nach einer Unterbrechung in den Monaten Mai und Juni wieder aufgenommen werden können. Von den vier ausgefallenen Mittagskirchen werden sich zwei in das Halbjahresprogramm des Herbstes einfügen lassen, zwei werden ihre neuen Termine im Frühjahr 2021 finden. Kanzelreden, literarische und journalistische Texte und die Musik, die damit in die Dialoge geht, werden sich mit gegensätzlichen Erfahrungen, mit Befürchtungen und Hoffnungen, mit Menschheitsgeschichte und visionärem Denken im weiten Feld der Vernetzungen auseinandersetzen.

Sonntag, 6. September, 12:00 Uhr
Melanchthonkirche Bochum

Gesellschaft im Krisenmodus
Kanzelrede: Prof. Dr. Johannes Weyer
Musik von Erik Satie, Tom Johnson u.a.
Akkordeon: Dr. Maik Hester,
Orgel und Klavier: Ludwig Kaiser

Sonntag, 20. September, 12:00 Uhr
Melanchthonkirche Bochum

Journal in Zeiten der Pandemie
Textpassagen aus einem Online-Tagebuch
zur Corona-Krise von Carolin Emcke
Rezitation: Jele Brückner
Musik von Steve Nelson-Raney
Orgel: Ludwig Kaiser

Sonntag, 4. Oktober, 12:00 Uhr
Melanchthonkirche Bochum

DAS TING MACHT DICH ZUM PERFEKTEN MENSCHEN.
Textpassagen aus dem Roman ‚Das Ting‘ von Artur Dziuk
Rezitation: Mark Oliver Bögel
Musik von Günther Becker und Mauricio Kagel
Orgel: Ludwig Kaiser

Sonntag, 18. Oktober, 12:00 Uhr
Melanchthonkirche Bochum

Leben mit der Datenschleppe
Kanzelrede: Prof. Dr. Käte Meyer-Drawe
Musik von Erik Satie u.a.
Orgel und Klavier: Ludwig Kaiser

Sonntag, 1. November, 12:00 Uhr
Melanchthonkirche Bochum

Das Gefühlte ist das Gelebte
Textpassagen aus dem ‚Buch der Unruhe‘
von Fernando Pessoa
Rezitation: Veronika Nickl
Musik von André Jolivet, Johannes Brahms und Charles Tournemire
Orgel: Ludwig Kaiser

Sonntag, 15. November, 12:00 Uhr
Melanchthonkirche Bochum

Neue vernetzte Welt:
Durch die Krise noch schöner?!
Kanzelrede: Dr. Lars Tata
Musik von Enno Poppe u.a.
Violoncello: Christiane Conradt
Orgel: Ludwig Kaiser