Mittagskirche

Die Mittagskirche nimmt die Distanz vieler zur Kirche ernst. Sie geht auf veränderte Lebensgewohnheiten und Lebensstile ein und öffnet sich neuen Inhalten und Formen. Sie findet jeweils am 1. und 3. Sonntag im Monat um 12 Uhr statt.

Am 1. Sonntag im Monat wird ein Dialog zwischen Literatur und Musik als ‚Feier im SprachKlangRaum‘ geführt. In Gehalt und Gestalt verbinden sich Musik und Literatur in vielfacher Weise.
Am 3. Sonntag im Monat steht ein thematischer Schwerpunkt im Zentrum. Dieser wird mit einer Kanzelrede, dialogischen Elementen und Musik entfaltet.
Thematische Fäden können bei gemeinsamem Essen und Trinken sowie in Nachgesprächen fortgesponnen werden.

Mit dem Titel ‚Was erinnert wird …‘  verknüpfen sich alle Mittagskirchen des Jahres 2019. Erinnern heißt dem Vergangenen gegenwärtigen Sinn geben. Die Vergangenheit ist ein Spiegel, in dem wir uns über den Augenblick hinaus wahrnehmen. Es ist erstaunlich, was wir uns merken können, erschütternd aber auch, was wir vergessen.
Und so stehen sich immer wieder Erinnern, Gedenken, Bewahren und Vergessen, Verdrängen, Verlieren gegenüber. Neben dem rein persönlichen, autobiographischen Gedächtnis nehmen das kulturelle und das historische großen Raum ein.
Berichten und Erzählen gründen immer auf Erinnertem, auch wenn die Grenzen zur Erfindung dabei unklar sein können. Zur vielfältigen Kultur des Erinnerns werden die Mittagskirchen auf ihre eigene Art beitragen. 

 

Sonntag, 1. September, 12 Uhr
Melanchthonkirche Bochum

‚Der Gott jenes Sommers‘
Passagen aus dem gleichnamigen Roman von Ralf Rothmann
Rezitation: Karin Moog
Musik von Darius Milhaud, Arthur Honegger u.a.
Orgel: Ludwig Kaiser

 

Sonntag, 15. September, 12:00 Uhr
Melanchthonkirche Bochum

‚Anmut sparet nicht noch Müheʻ
GlückWünsche an das Grundgesetz
Kanzelrede: Studentinnen der Kirchlichen Hochschule Wuppertal
und Prof. Dr. Joachim von Soosten
Textcollagen von Inse Marie Andrée und Carola Kristin Messner
Musik von Werner Richter und Jean-Jacques Werner
Akkordeon: Dr. Maik Hester

 

Sonntag, 6. Oktober, 12 Uhr
Melanchthonkirche Bochum

‚Meine Träume fallen in die Welt‘
Lyrik und Prosa von Else Lasker-Schüler
Rezitation: Jele Brückner
Musik von Franz Liszt, Erik Satie und André Jolivet
Orgel: Ludwig Kaiser

 

Sonntag, 20. Oktober, 12 Uhr
Melanchthonkirche Bochum
Mittagskirche zum 20jährigen Jubiläum

Erinnern für die Zukunft
Aufgaben einer Ev. Stadtakademie
Kanzelrede: Arno Lohmann
Musik von Olivier Messiaen,
Steve Nelson-Raney und John Cage
Orgel: Ludwig Kaiser

 

Sonntag, 3. November, 12 Uhr
Melanchthonkirche Bochum

‚Erinnerungen haben ihre Zeit.‘
Passagen aus Monika Marons Familienroman ‚Pawels Briefe‘
Rezitation: Veronika Nickl
Musik von Steve Nelson-Raney
Orgel: Ludwig Kaiser

 

Sonntag, 17. November, 12:00 Uhr
Melanchthonkirche Bochum

Der Feminismus ist tot. Es lebe der Feminismus.
30 Jahre Gemeinschaft von Frauen und Männern in der Kirche
Kanzelrede: Prof. Dr. Claudia Janssen
Improvisationen u.a.
Orgel und Klavier: Ludwig Kaiser